7. Labertal Historic 2004

Jedes Jahr aufs neue Treffen sich Bayerns beste Gleichmäßigkeitsfahrer in Mallersdorf – Pfaffenberg, um ihre Oldtimer bei der Labertal Historic an den Start zu bringen. Der rührige ADAC Ortsclub  MC Labertal führte heuer bereits zum siebten Mal diese Veranstaltung durch, bei der das Hauptaugenmerk vor allem auf sportlich – gleichmäßigem Fahren liegt. Deshalb wurde die Labertal Historic wieder zum Südbayerischen ADAC Pokal für historische Fahrzeuge und zur Bayerischen Meisterschaft für historische Fahrzeuge gewertet.  Startort war wieder das Kloster in Mallersdorf. Unter den 50 Nennungen waren wieder einige Besonderheiten, darunter als älteste Fahrzeuge ein Ford USA Model A von 1931  sowie ein Austin Seven Ulster Spezial von 1934. Raritäten waren auch der BMW V8/502, ein Renault Dauphine Gordini von 1961, ein Volvo PV 544-Sport, ein Lotus Elan S4 sowie ein Jaguar 150 XK Roadster.

Resi und Ludwig Dinzinger auf einem BMW 1802 als Vorausauto zogen das Feld von Mallersdorf aus in den Wettbewerb hinter sich her. Die Ausfahrt führte dabei unter anderem nach Mirskofen und Essenbach und entlang der Isarhänge, führte über Ergoldsbach nach Neufahrn und nach der Mittagspause im Schlosshotel weiter über Aufhausen nach Pfatter an die Donau. Nachmittags wurde im Heimatmuseum Troadbodn in Geiselhöring eine Kaffeepause eingelegt.

Sieben Gleichmäßigkeitsprüfungen mit zwanzig Lichtschranken sorgten für den hohen sportlichen Wert. In einer genau vorgegebenen Zeit mussten die Abschnitte befahren werden, die Über- oder Unterschreitung an den Ziel-Lichtschranken bildete schließlich die Wertungsgrundlage. Die erste Prüfung bei Holzen führte über insgesamt 25 km und enthielt schon sechs Lichtschranken, welche ausnahmslos von Zeitnehmern des MC Labertal aufgebaut und überwacht wurden.

Prof. Anton Kathrein auf Alfa Romeo Zagato konnte mit nur 0,58 sec Abweichung die Führung übernehmen, Günther Vavrin auf BMW 2002 folgte mit nur einem Hundertstel Rückstand vor Schorsch Münch auf Jaguar 150 XK. Die zweite Prüfung bei Wörth an der Isar beinhaltete eine Lichtschranke, die aus beiden Fahrtrichtungen befahren werden musste; eine Aufgabe, die das Team Kathrein / Hagenbuchner am besten löste. Vor dem Mittagsbüffet im Schlosshotel wurde noch einmal ein Teil der Prüfung Holzen gefahren; mit nur 8 Hundertstel Abweichung auf zwei Lichtschranken schloss Josef Höltl auf Renault Alpine A110 zum Favoritenkreis auf. Nach einer WP bei Stofflach, einer bei Pfatter und einer Wertungsprüfung am Geiselhöringer Galgenberg wurde als letztes eine Prüfung bei Haader befahren. Hier lagen die beiden Lichtschranken nur einige Meter auseinander, dies forderte höchste Konzentration vom Fahrer.

Zielort war wieder das Kloster Mallersdorf, dieses mal wurde im Klosterinnenhof für die Teilnehmer Sekt ausgeschenkt und die Zeit genutzt, um über die Veranstaltung zu sprechen. Nach einer Pause, um alle Ergebnisse auszuwerten zu können, führte Vorstand Troll mit Schirmherrn Karl Wellenhofer im Klosterbräustüberl die Siegerehrung durch.