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Mallersdorf – Pfaffenberg: Am vergangenen Sonntag führte der Motorsportclub Labertal auf der alten B15 zwischen Neufahrn und Oberlindhart den jährlichen ADAC Automobilslalom durch. Fast einhundert Asphaltwedler aus ganz Südbayern lieferten sich auf dem flüssig zu fahrendem Parcours spannende Duelle um Meisterschaftspunkte und Pokale.
Auch dieses Jahr hatten die Slalomleiter Edi Promesberger und Michael Dinzinger den befreundeten MSF Freising mit als Partner ins Boot geholt; damit konnten die Teilnehmer mit einer Anfahrt gleich zwei Meisterschaftsveranstaltungen absolvieren. Um diesen Event trotzdem zügig durchführen zu können, wurde erstmals die Starterzahl begrenzt und die Möglichkeit der Voranmeldung gegeben. 94 Motorsportler gingen dann am Sonntag bei den Rennen auf die Strecke: weit mehr als andere bayerische Veranstalter heuer bei Clubslaloms erreicht haben. Dem MC Labertal war für seinen Wertungslauf auch heuer das Prädikat der „Südbayerischen ADAC Clubsport Slalom Meisterschaft“ zugesprochen worden. Zudem zählt die Veranstaltung dieses Jahr zum Auto Gogeißl ADAC-Städte Slalom Pokal, einem regionalen Zusammenschluss von 15 Motorsportvereinen von Weiden bis Freyung. Die zweite Veranstaltung wird zur Oberlandrunde gezählt, in dieser Meisterschaft ist der Co-Veranstalter MSF Freising aktives Mitglied. Zusätzlich sind die Veranstaltungen seit Jahren ein wichtiges Standbein der Niederbayerischen Meier Korduletsch Motorsportmeisterschaft.
Pünktlich um 8:30 Uhr wurden die ersten Trainingsläufe gestartet. In der Klasse F10 traten 21 Teilnehmer auf verbesserten Fahrzeugen bis 1400ccm an. In dieser Klasse dürfen die Autos in engen Grenzen getunt werden. Der junge Wolfgang Orth konnte in dieser Klasse heuer schon einige Erfolge feiern und fuhr mit 42,53 sec die schnellste Trainingszeit. Leider gelang ihm diese tolle Fahrt nicht ohne Pylonenfehler und auch bei den beiden Wertungsläufen zum Labertalslalom musste er sich Strafzeiten zu seinen überragenden Zeiten addieren lassen; am Ende blieb nur ein enttäuschender 20.Platz in der Klasse. Besser lief es für Peter Baudisch aus Regensburg, der einen Daihatsu über den Parcours jagte. Mit zwei fehlerfreien Läufen und einer Gesamtzeit von 91,06 sec belegte er Platz drei und musste sich nur dem Rosenheimer Duo Asenbeck (87,35 sec) / Plank (90,38 sec.) geschlagen geben, die Ihren VW Polo am schnellsten durch die Pylonen führten. Sofort darauf wurden die Teilnehmer zum Freisinger Slalom gestartet. Dieses Mal ging es Wolfgang Orth überlegter an, fuhr etwas langsamer aber dafür fehlerfrei. Mit einer Zeit von 86,16 sec sicherte er sich den Siegerpokal vor Asenbeck und Bloch aus Eggenfelden. Mit Karl Bornschlegel aus Schwimmbach war in dieser Klasse ein Starter vom MC Labertal am Start. Nachdem ihm heuer die Rennpraxis noch fehlt, war der zwölfte Platz beim Labertalslalom im starken Feld durchaus erfreulich. In der Klasse bis 1600ccm sicherte sich beide Male Klaus Bayer aus Garching auf einem BMW den Sieg, in der Klasse über 1600ccm war Arthur Kellndorfer aus Altenmünster mit seinem G40 Polo nicht zu schlagen. Überlegen sicherte er sich bei beiden Veranstaltungen den Gruppensieg. Als nächstes wurden die Wertungsläufe der Gruppe H durchgeführt, in dieser Gruppe sind immer noch die interessantesten Autos zu finden. Neben bewährten Opel Kadett C mit ca. 200 PS, modernen VW Golf KitCars, top getunten Fiat Pandas findet man auch absolute Raritäten wie der Steyr-Daimler-Puch, der von Sigi Schrankl aus Rosenheim gesteuert wurde. In der Klasse bis 1300 ccm war es beide Male Georg Scheppach aus Deggendorf, der die Klasse auf einem bärenstarken Suzuki Swift Gti gewinnen konnte. Nachdem er die erste Veranstaltung mit einem komfortablen Vorsprung abschloß, setzte ihn Florian Stix aus Rosenheim beim Freisinger Slalom unter Druck. Ein Fahrfehler in der Spurgasse machte jedoch alle Hoffnungen von Stix zunichte und er fiel auf den sechsten Platz zurück. Bei den 13 Fahrzeugen über 1600 ccm traten mit Franz Hauber aus Pfronten und den Nittenauer Fahrern Robert Stangl und Helmut Meindl unter anderem die Gesamtsieger der letzten Jahre wieder an. Michael Giebel aus Markt Schwaben legte mit 40,67 sec. und 40,59 sec zwei schnelle Laufzeiten vor und belegte Platz 5. Helmut Meindl aus Burglengenfeld erreichte Platz vier mit 39,96 und 40,31 sec hinter Josef Faber aus Dachau (39,85 und 39,45 sec.). Robert Stangl (Nittenau/ 39,53 und 39,67sec.) musste sich wie im letzten Jahr knapp dem weit angereisten Franz Hauber aus Pfronten geschlagen geben. Seine Zeiten von 39,12 und 39,48 sec. bedeuteten den Sieg beim Labertalslalom. Voller Konzentration gingen die Teilnehmer in die Freisinger Veranstaltung, aber auch dieses Mal behielt Franz Hauber die Oberhand. Mit etwas langsameren Zeiten sicherte er sich den Gesamtsieg, dieses Mal vor Helmut Meindl und Michael Giebel. Vierter wurde Bernd Wensauer aus Cham vor Christian Faber aus Dachau.Nachdem die Slalomspezialisten die Strecke verlassen hatten, durften die zehn Slalomeinsteiger die Strecke besichtigen und anschließend ihre Wettbewerbe fahren. Manuel Schmid aus Pfaffenberg hatte sich einiges für die Heimveranstaltung vorgenommen. Er konnte heuer schon einen Klassensieg verbuchen und wollte vor seinen Clubkameraden natürlich eine gute Platzierung erreichen. Auf dem Opel Corsa des MC Labertal gelang ihm dies auch sehr gut und er erreichte im ersten Rennen den 3. Platz hinter Christoph Rempe (Tegernsee) und Michael Muckenschnabel aus Plattling. Beim zweiten Rennen konnte sich Manuel nochmals verbessern und erreichte zur Freude der Labertaler den zweiten Platz hinter Muckenschnabel. Als letzte Startgruppe stand die Gruppe G an, hier starten serienmäßige Fahrzeuge mit Rennsportreifen, Rennsportfahrwerk und zusätzlicher Sicherheitsausrüstung. Motortuning ist in bei diesen Fahrzeugen nicht erlaubt. Die Klasseneinteilung erfolgt aus einem Leistungsgewichtsfaktor. In der G7 waren sechs Fahrer vom MSC am Tegernsee abwechselnd auf einem VW Polo am Start, nur der Golf von Florian Hauber aus Regensburg brachte Abwechslung in diese Klasse. Motorsporturgestein Klaus Limmer siegte bei beiden Läufen. In der G6 mit 13 Teilnehmern traten mit Andreas und Rudi Schwarz sowie Hans Schmid drei Fahrer aus Pfaffenberg auf dem 60 PS Labertal-Corsa unter anderem gegen drei BMW an, die von diesen Fahrern auch im Rahmen der Deutschen Meisterschaft bewegt werden. Im ersten Lauf zeigte Guido Keller aus Starnberg seine Klasse und fuhr fehlerfrei mit 45,48 sec und 45,57 sec. auf den ersten Platz. Es folgten Timo Thaller und Konrad Sammer knapp vor Hans Schmid, der mit 45,69 sec. und 46,00 sec. knapp an einem Stockerlplatz vorbeischrammte. Rudi Schwarz wurde wegen eines Pylonenfehlers leider nur Neunter. Dem jungen Andreas Schwarz gelang bei jedem Wertungslauf die mit Abstand schnellste Fahrzeit in dieser Klasse (44,84sec. und 44,80 sec.), allerdings nur um den Preis eines Torfehlers. Mit 15 Sekunden Strafzeit fiel er weit zurück. In der Freisinger Veranstaltung fuhr er fehlerfrei 44,84 sec und befand sich damit auf Siegeskurs, bei seiner zweiten Zeit von 44,52 sec. mussten aber wiederum sechs Strafsekunden aufaddiert werden – Platz zehn. Sein Vater Rudi belegte dieses Mal mit 46,59 und 47,41 den neunten Platz hinter Hans Schmid, dem ebenfalls ein Pylon zum Verhängnis wurde. Auch die restlichen Läufe wurden zügig und ohne größere Unterbrechungen durchgeführt. Durch die Vornennung konnte in diesem Jahr erstmals ein Zeitplan erstellt werden, der unnötige Wartezeiten der Teilnehmer vermied und wesentlich zum reibungslosen Ablauf des Slaloms beitrug. Zufrieden mit der Veranstaltung bedankte sich Vorstand Josef Troll während der Siegerehrung bei den über fünfzig Sportwarten und lud die Teilnehmer schon für das nächste Jahr zum Labertal Slalom ein.
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