Copyright 2021 - alle Rechte beim MC Labertal

Ergebnis der 23. Labertal Historic 2021

Henglein / Zuckermeier gewinnen die 23. ADAC Labertal Historic 

Labertal Historic 2021_98
 
Mallersdorf-Pfaffenberg: Nach Corona-bedingter fast zweijähriger Pause starteten wieder die Oldtimer vom Kloster aus zur traditionellen ADAC Labertal Historic. Auf 200 Kilometer Fahrtstrecke ging es durch das Tal der kleinen und großen Laaber an die Donau und wieder zurück nach Mallersdorf. 69 Sollzeitmessstellen forderten bei vielen Teilnehmern Ihren Tribut. Das Team Henglein/Zuckermeier wiederholten Ihren Gesamtsieg aus dem Jahr 2018 mit einer Gesamtabweichung von 3,96 Sekunden, während die Mit-Favoriten Lambert/Loerke bereits in Prüfung 2 ihre Siegchancen begraben mussten.
Nach wochenlanger Vorarbeit von Fahrtleiter Christian Götzenberger, der zusammen mit seiner Familie und ein paar Mitstreitern viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt hatte, war es am letzten Freitagabend endlich soweit: Die 23. ADAC Labertal Historic mit Start beim Kloster Mallersdorf begann. Nach der Bestzeitrallye im Juli und drei Automobilslaloms im Vorjahr hatte der rührige Verein aus Mallersdorf-Pfaffenberg ja schon bewiesen, dass man auch mit den aktuell notwendigen Hygieneauflagen Veranstaltungen verantwortungsbewusst durchführen kann.
Zweimal musste die für April 2020 geplante Oldtimerrallye verschoben werden. Der Termin in der bayerischen Haupturlaubszeit lies das Starterfeld auf 54 Teilnehmer schrumpfen, zudem hatten einige Oldtimerfreunde ihre Raritäten für 2021 gar nicht angemeldet – zu wenige Veranstaltungen werden momentan durchgeführt. Der Qualität des Starterfeldes tat dies jedoch keinen Abbruch und so stand ein gutes Dutzend Sieganwärter am Start der sportlichsten Historic-Veranstaltungen in Südbayern. Einiges hatte sich gegenüber den bekannten Abläufen aus den Vorjahren geändert: schon die erste Station vor der Papierabnahme war heuer der Corona Pandemie geschuldet: so musste jeder Teilnehmer und Funktionär die Einhaltung der 3G Regel nachweisen. Zur Vermeidung von Ansammlungen wurden z.B. die früheren Papieraushänge nun digital geführt. Am Samstagmorgen ging die zeitlich gestreckte Anmeldung weiter, ehe der erste Teilnehmer dann nach dem Vorauswagen um 9:45 Uhr das Rallyezentrum am Kloster in Richtung Geiselhöring verließ.
Hier wurde zum „warm werden“ eine erste leichte Prüfung am Galgenberg gefahren: acht Lichtschranken ohne großen Schwierigkeitsgrad auf kleinen hügeligen Nebenstraßen galt es zu durchfahren. Nur ein paar Teams hatten leichte Startschwierigkeiten und handelten sich erste größere Abweichungen ein, die Favoriten blieben alle bei sehr geringen Strafzeiten im Hundertstelbereich. Mit nur 0,46 Sekunden Differenz zur Vorgabe lag nicht unerwartet der mehrmalige Sieger Klaus Leinfelder mit Tochter Kathrin als Copilotin an der Spitze vorm Feld. Ziel der Veranstaltung ist es, vorgegebene Strecken in einer genau definierten Zeit zu absolvieren. Jede Zeitabweichung nach oben bzw. unten wird mit Strafsekunden belegt.
Alle WP Ergebnisse, die Gesamtwertung und die Zeiten der einzelnen SK`s finden sie im virtuellen Aushang und weitere Bilder finden sie in unserer Bildergalerie

Die zweite Gleichmäßigkeits-Prüfung im Munitionsdepot bei Sünching ist jährlich die „Königsprüfung“ der Veranstaltung und auch heuer sorgte sie für ein kleines Favoritensterben. 13 Lichtschranken mussten innerhalb von knapp 5 Minuten auf die Hundertstelsekunde angefahren werden, dazu gibt es mehrere Abzweige im Munitionsdepot. Obwohl die vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit für die Teilnehmer nur bei 30 km/h lag, war höchste Konzentration von Fahrer und Beifahrer notwendig, um einigermaßen fehlerfrei durch die Prüfung zu kommen. So verpassten die aus Schleswig-Holstein angereisten Mit-Favoriten Lambert / Loerke, vor 3 Wochen noch Sieger der 1. ADAC Maxlrain Classic in Bad Aibling, einmal den richtigen Abzweig und fielen damit aus der Wertung. Immerhin ein Drittel des Starterfeldes handelten sich mindestens einmal die maximale Strafzeit von drei Sekunden ein. An der Spitze lag nach der WP nun das Team Jung/Jung auf einem Opel Manta A, knapp vor Henglein / Zuckermeier auf Porsche 911 RSR und Wittmann/Wittmann auf Porsche 911. Das Team Leinfelder nun auf Rang vier.
Die nächste selektive WP verlief zum Teil entlang der Bahnstrecke zwischen Sünching und Schafhöfen. Leider war ein Teil der Strecke durch das Missgeschick eines landwirtschaftlichen Gespannes zeitweise für das hintere Starterfeld unpassierbar und so konnte keine faire Wertung erstellt werden; die Prüfung musste leider „neutralisiert“ werden und die Fehlerzeiten der 8 Lichtschranken flossen nicht in die Gesamtwertung mit ein. Nach diesem konzentrierten Auftakt ging es weiter in Richtung Regensburg zur WP4, diese fand auf einem Systemprüfkurs statt. Insgesamt 11 Lichtschranken waren auf dem Oval mit überhöhten Kurven zu fahren. Die vorderen Teams blieben wieder eng beieinander, die Führenden Jung/Jung bauten ihren knappen Vorsprung noch leicht aus.
23. ADAC Labertal Historic_10Die anschließende Kaffeepause bei ART - Allkofer Rennsporttechnik in Niedergebraching war ein weiteres Highlight der Veranstaltung. 23. ADAC Labertal Historic_8Christian Allkofer öffnete die Tore seiner Werkstatt und bot mit Fahrzeugen aus dem Motorsportbereich ein zur Veranstaltung passendes Ambiente. Kathrin Götzenberger kümmerte sich mit ihrem Team hervorragend um die Verpflegung der Teilnehmer, die mit dem „Gewekiner Alpaka-Hof“, der Alpakazucht von Kathrin und Christian, weitere Abwechslung geboten bekamen.
Zwischenzeitlich wurden die ersten Zwischenergebnisse online veröffentlicht. Lukas Dinzinger im Schlusswagen hatte bereits die Ergebnisse der 11 Zeitnahmeteams aus den ersten 4 Prüfungen ins Rallyezentrum gemeldet, wo Marion und Michael Dinzinger die Zeiten kontrollierten und die ersten Ergebnislisten erstellten.
Für die Teilnehmer ging es nach der Erholungspause weiter in Richtung Bad Abbach. Auch die WP5 war wieder eine schwierige Prüfung, da die 8 Lichtschranken verschachtelt anzufahren waren, genauso wie die lange WP6 bei Mitterfecking, hier waren es 13 Lichtschranken. Man merkte nun, dass die vielen Lichtschranken den Teilnehmern zunehmend mehr abverlangten und sich immer wieder Fehler bei einigen Teams einschlichen. Das Team Henglein / Zuckermeier meisterte die Herausforderungen am besten und sicherte sich jeweils die WP Bestzeiten. Damit übernahmen sie auch die Führung im Gesamtklassement. Die letzte Wertungsprüfung zwischen Neufahrn und Holztraubach hatte mit 8 relativ einfachen Lichtschranken als Abschluss keine großen geplanten Schwierigkeiten parat. Doch ausgerechnet hier leisteten sich zahlreiche Teams auf den vorderen Plätzen noch größere Abweichungen und wurden so im Gesamtklassement nach hinten gereicht. Gegen halb fünf erreichte dann das erste Team das Ziel am Klosterbräustüberl, wo sich beim Abendessen dann wieder Gelegenheit zu Benzingesprächen unter den Motorsportlern bot. Schon eineinhalb Stunden nach Zielankunft des letzten Teilnehmers konnte Fahrtleiter Christian Götzenberger zusammen mit Fahrerverbindungsmann Andreas Dinzinger und Ludwig Dinzinger die Pokale im Rahmen der Siegerehrung überreichen.
Die Siegerliste der 23. ADAC Labertal Historic:
Platz 1: Norbert Henglein / Walter Zuckermeier 3,96 Sekunden Abweichung
Platz 2: Wolfgang und Regine Jung 4,16 Sekunden Abweichung
Platz 3: Klaus und Kathrin Leinfelder 4,17 Sekunden Abweichung
Platz 4: Roland und Vera Wittmann 4,40 Sekunden Abweichung
Platz 5: Eberhard und Birgit Blumenstock 5,94 Sekunden Abweichung
Platz 6: Josef und Susann-Nadine Unger 6,33 Sekunden Abweichung
Platz 7: Toni Silberhorn / Christoph Nisslein 6,82 Sekunden Abweichung
Platz 8: Kurt Strunk / Stephan Auer 8,05 Sekunden Abweichung

f t g m